Thursday, July 26, 2018

[PDF] Immun-neuroendokrine Interaktionen und ihre Bedeutung für die Neurobiologie der depressiven Störung (Studien zur Psychiatrieforschung) KOSTENLOS DOWNLOAD


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Depressive Erkrankungen spielen eine immer wichtigere Rolle in der Medizin; vor allem; da ihre Prävalenz in den letzten Jahren immer weiter zunimmt. Darüber hinaus gilt aber; dass depressive Begleiterkrankungen bei fast allen relevanten körperlichen Erkrankungen noch häufiger sind und sie deren Prognose deutlich verschlechtern. Der junge Wissenschaftszweig der Psychoneuroendokrinolgie versucht seit langem; mögliche Interaktionen zwischen endokrinologischen; immunologischen und neuronalen Systemen aufzuzeigen. In dieser am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München entstandenen Studie wurde der Versuch unternommen; mittels einer Reihe von humanexperimentellen Studien bei gesunden Probanden und Patienten mit depressiven Erkrankungen Veränderungen im Bereich der immun-neuroendokrinen Regulation zu untersuchen. Es bestätigten sich die Hinweise darauf; dass bei Depressiven die Stresshormonachse in spezifischer Weise verändert ist und dass diese Veränderungen auch bestimmte Auffälligkeiten in der unspezifischen Immunantwort nach sich zu ziehen scheinen. Dies könnte erklären; warum das Vorliegen einer Depression die Prognose eines Krebsleidens oder einer Herz-Kreislauferkrankung so negativ beeinflusst. Umgekehrt fanden sich auch Hinweise darauf; dass alleine eine solche Veränderung im Bereich hormoneller und immunologischer Systeme depressive Symptome auslösen. Körperliche Erkrankungen und Depressionen sind also in komplexer Weise miteinander verzahnt - die Ergebnisse dieser Studie sollten Ärzte und Therapeuten aller Fachrichtungen darin bestärken; psychische wie körperliche Symptome bei ihren Patienten zu beachten und beides zu behandeln; um deren Prognose in jeder Hinsicht zu verbessern.

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